Jeder Grashalm hat seinen Engel, der sich über ihn beugt und flüstert: "Wachse, wachse..." (Talmud)
Wer einen Engel sucht und nur auf die Flügel schaut, könnte eine Gans nach Hause bringen. Georg Christoph Lichtenberg
So sehr verlangen wir manchmal Engel zu werden, dass wir vergessen, gute Menschen zu sein. Franz von Sales (1567-1622)
Gib dich niemals geschlagen. Denn ganau an diesem Punkt und in diesem Moment wird der Gezeitenwechsel einsetzen. Harriet Stowe 1811-1896
Die Engel Sie haben alle müde Münde und helle Seelen ohne Saum. Und eine Sehnsucht (wie nach Sünde) geht ihnen manchmal durch den Traum.
Fast gleichen sie einander alle; in Gottes Gärten schweigen sie, wie viele, viele Intervalle in seiner Macht und Melodie.
Nur wenn sie ihre Flügel breiten, sind sie die Wecker eines Winds: als ginge Gott mit seinen weiten Bildhauerhänden durch die Seiten im dunklen Buch des Anbeginns.
Rainer Maria Rilke
Ich lenke meine Gedanken himmelwärts und hoffe, dass mir ein Engel entgegen kommt unbekannt
Der Schutzengel Du bist der Vogel, dessen Flügel kamen, wenn ich erwachte in der Nacht und rief. Nur mit den Armen rief ich, denn dein Name ist wie ein Abgrund, tausend Nächte tief. Du bist der Schatten, drin ich still entschlief, und jeden Traum ersinnt in mir dein Samen, du bist das Bild, ich aber bin der Rahmen, der dich ergänzt in glänzendem Relief.
Wie nenn ich dich? Sieh, meine Lippen lahmen. Du bist der Anfang, der sich groß ergießt, ich bin das langsame und bange Amen, das deine Schönheit scheu beschließt.
Du hast mich oft aus dunklem Ruhn gerissen, wenn mir das Schlafen wie ein Grab erschien und wie Verlorengehen und Entfliehn, da hobst du mich aus Herzensfinsternissen und wolltest mich auf allen Türmen hissen, wie Scharlachfahnen und wie Draperien.
Du: der von Wundern redet wie vom Wissen und von den Menschen wie von Melodien und von den Rosen: von Ereignissen, die flammend sich in deinem Blick vollziehn, du Seliger, wann nennst du einmal Ihn, aus dessen siebentem und letztem Tage noch immer, Glanz auf deinem Flügelschlage verloren liegt... Befiehlst du, daß ich frage?
Rainer Maria Rilke (1875-1926)
Mögen Engel dich begleiten, wenn wir auseinander gehn; in der Nähe, in der Ferne, wenn wir uns nicht wiedersehen. unbekannt
Der Schmerz ist ein heiliger Engel, durch ihn werden Menschen größer als durch aller Freuden. Adalbert Stifter